Vereinigung Technischer Analysten Deutschlands e.V.

Dax – politische Entwicklungen entlasten zum Wochenschluss – 6.200 wichtige Marke

Beitragsdatum: 
14. Nov 2011

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Die politischen Entwicklungen zum Ende der vergangenen Woche haben den Börsen zum Wochenschluss wieder etwas Auftrieb verliehen. Dabei konnte der DAX in nur zwei Tagen rund 300 Punkte zulegen. Auch beim Dow Jones freute man sich über eine entsprechende Entlastungsrallye. Zum Wochenstart warten nun wichtige Marken darauf, gebrochen zu werden. Die technische Lage ändert sich erst mit weiteren Kursavancen von mindestens 150 Punkten bei den genannten Indizes.

Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Langfristchart Nikkei 225

Der Nikkei hat die Unterstützungslinie bei ca. 9.000 Punkten unterschritten und ist in einer „Pull-Back“-Bewegung noch einmal an diese Linie herangelaufen. Allerdings fungierte die alte Unterstützungslinie nun als Widerstand, der nicht gebrochen wurde. Somit notiert der japanische Leitindex am unteren Ende eines flachen Abwärtstrendkanals. Die Indikatoren geben nur wenige Hinweise auf die weitere Entwicklung, auch wenn der Stochastik – Indikator eine leichte Divergenz aufweist. Ein weiteres Abbröckeln der Notierung ist derzeit zu favorisieren.

Dow Jones (daily)

Der Dow Jones konnte sich zum Wochenschluss zwar nach oben bewegen, der Bereich zwischen 12.200 und 12.300 Punkten konnte aber noch nicht überwunden werden. Auch wenn sich die klassische Charttechnik etwas verbessert hat, haben die Indikatoren wieder nach unten gedreht und Verkaufssignale generiert. Somit ist die Situation unverändert schwierig. Mit einem Übersteigen der jüngsten Tops bei ca. 12.300 Punkten eröffnet sich weiteres Aufwärtspotenzial bis in den Bereich von 12.600 Punkten. Der Ausbruch über diese Tops könnte zwar geschafft werden, ein Ausbruch über flache Abwärtstrendlinie bei ca. 12.600 Punkten ist fraglich.

Nasdaq Composite (daily)

Der Nasdaq-Index hat den Aufwärtstrend zur Seite verlassen, ohne dass Abwärtsdynamik aufkam. Bei 2.600 Punkten hat sich eine Unterstützungslinie etabliert, die vor wenigen Tagen erfolgreich getestet wurde. Trotzdem ist die Lage derzeit lediglich als stabil zu bezeichnen. Bei ca. 2.700 Punkten verläuft ein kurzfristiger Abwärtstrend und 50 Punkte darüber ein etwas längerfristiger. Dieser Bereich dürfte als Widerstand fungieren, zumal die Indikatoren Verkaufssignale generiert haben und nach unten ziehen.

DAX (daily)

Der DAX konnte am Freitag die Unterstützungslinie und die Aufwärtstrendlinie nutzen, um wieder über die Marke von 6.000 Punkten zu steigen. Allerdings war dieser Anstieg von besonders geringen Umsätzen begleitet. Noch sieht die Formation nach einer Kopf-Schulter-Umkehrformation aus. Selbst ein Anstieg bis in den Bereich von 6.200 Punkten würde diese Formation aushalten können. Erst ein Anstieg darüber würde den aktuellen Aufwärtstrend bestätigen und die Formation negieren. In diesem Fall stünde ein Test der jüngsten Tops bei ca. 6.400 Punkten auf dem Plan. Die Indikatorenlage und die anhaltenden Unsicherheiten sprechen allerdings ebenso gegen einen solchen Anstieg wie die fehlenden Umsätze an freundlichen Tagen.

Nikkei 225 (daily)

Der Nikkei ist nach dem Anstiegsversuch an die alte Unterstützungslinie bereits vorher gescheitert. Der neu etablierte kurzfristige Abwärtstrend ist recht steil, sodass der Unterstützungsbereich zwischen 8.300 und 8.200 Punkten halten dürfte. Ein Test dieser Region sollte aber im Rahmen des aktuellen Abwärtstrends in den kommenden Wochen erwartet werden.

Euro-Bund Future (daily)

Der Euro-Bund-Future konnte den Ausbruch über die Widerstandslinie nicht nutzen, um sich über die Marke von 140%-Punkten zu bewegen. Das Ausbruchsniveau wurde nicht gehalten, was einen Rückschlag am Freitag zur Folge hatte. Damit eröffnet sich wieder Abwärtspotenzial bis in den Bereich der Aufwärtstrendlinie. Diese sollte aber derzeit nicht zur Disposition stehen.

US-T-Note Future 10 Y (daily)

Anders als der Bund-Future konnte der US-T-Note-Future keine neuen Tops generieren. Der US-Renten-Future bewegt sich seit einigen Tagen im Bereich der Marke von 130%-Punkten seitwärts. Ein Abdriften bis an die Aufwärtstrendlinie dürfte in den kommenden Tagen zu erwarten sein.

EURO/USD (daily)

Der Euro ist derzeit „Spielball“ politischer Nachrichten. Trotzdem ist schön zu erkennen, dass der Abwärtstrend eine wichtige Orientierungsgröße darstellt. Auch die Marke von 1,40 konnte nur kurz überwunden werden. Aktuell versucht sich die Gemeinschaftswährung zu stabilisieren. Auch wenn die Indikatoren derzeit wenig Aufschluss über die weitere Bewegung geben, darf ein Test der nächsten Unterstützung bei ca. 1,32 nicht ausgeschlossen werden. Veröffentlicht am: 14. November 2011Herausgeber: ©2011; Herausgeber: Commerzbank Aktiengesellschaft, Kaiserplatz, 60261 Frankfurt am Main. Diese Ausarbeitung oder Teile von ihr dürfen ohne Erlaubnis der Commerzbank weder reproduziert, noch weitergegeben werden.

Impressum

Herausgeber: ©2011; Herausgeber: Commerzbank Aktiengesellschaft, Kaiserplatz, 60261 Frankfurt am Main. Diese Ausarbeitung oder Teile von ihr dürfen ohne Erlaubnis der Commerzbank weder reproduziert, noch weitergegeben werden.

Autor: Christoph Geyer, CFTe, Certified Financial Technician

Quellen: IDMS und Reuters

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Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine verlässliche Prognose für die Zukunft. Die Wertentwicklung kann durch Währungsschwankungen beeinflusst werden, wenn die Basiswährung des Wertpapiers/ Index von EURO abweicht.

Autoren: 
Christoph Geyer