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EURO/US-$ - Zyklische Prognose bis Februar 2010

Beitragsdatum: 
25. Dez 2009
Der zuletzt erlebte Absturz ist sogar noch ein wenig kräftiger ausgefallen, als ursprünglich erwartet. Doch auf Sicht der nächsten Wochen geht es wieder aufwärts. Minimalerwartung ist ein Test der unteren steigenden Trendlinie oberhalb von 1,46. Es gibt allerdings auch Anhaltspunkte, die sogar auf Kurse über 1,48 schließen lassen. Wichtiger als solche Kursziele sind jedoch die zyklischen Trendwendetermine und hier geht es vor allem um Wende Nr. 1/2010.

Die Termine für Hoch 16 und Tief 17 sind mit 3 bzw. 4 Handelstagen Abweichung von der Jahresprognose 2009 (veröffentlicht im Dezember 2008) leider etwas ungenau ausgefallen. Zur Vermeidung einer möglicherweise erneut nicht völlig exakten Prognose nenne ich diesmal ausnahmsweise kein genaues Datum für Hoch 1, sondern verweise nur auf den Zeitraum um Mitte Januar. Ob 1,46 oder 1,48 wird sich dann noch herausstellen.

Euro/US Chart

Ausgehend vom Hoch um Mitte Januar wird der Euro den Rest des Monats fallen. In den ersten Februarwochen geht es dann wieder aufwärts.
Ob es an den zyklischen Wendeterminen zu starken oder schwachen Kursbewegungen kommt, hängt immer vom übergeordneten Zyklus ab. Im vorliegenden Fall hätte rein rechnerisch ein Mehrmonatshoch Ende Oktober kommen sollen. Der nachfolgende Kursrückgang fiel jedoch deutlich schwächer aus, als es zyklisch zu erwarten gewesen wäre. Lösung des Problems: Das Mehrmonatshoch hat sich auf die Nebenwende des nächsten Unterzyklus verlagert. Statt an Hoch 14 ist es erst an Hoch 16 gekommen. Diese Verspätung mußte anschließend wieder aufgeholt werden. Deshalb hat sich die volle Amplitude der zyklischen Abwärtsbewegung nicht zwischen Ende Oktober und Tief 17 entladen, sondern hat sich auf knapp 3 Wochen verkürzt. Der Absturz ist entsprechend heftig ausgefallen. Mit Kursen um 1,45 war ja sowieso zu rechnen. Das alternative Kursziel lag bei ca. 1,4365. Doch wie eingangs erwähnt, ist der Euro sogar noch etwas stärker gefallen als ursprünglich erwartet (1,4217).

Wer an Kursen von 1,46 oder gar 1,48 zweifelt, der sollte eines bedenken: Soeben hat der Euro ein zyklisches Mehrmonatstief angelaufen. Da er jetzt wieder einem Mehrmonatshoch entgegen strebt, kann die angelaufene Aufwärtsbewegung noch nicht mit 2 -3 Cent Anstieg beendet sein. Hinzu kommt der Zeitverbrauch, der dem Euro zyklisch betrachtet für den Anstieg zur Verfügung steht.

Falls der Euro bis Mitte Januar (Wende 1) noch nicht über 1,48 vorangekommen ist, wird sich dieses Kursziel voraussichtlich auf Hoch Nr. 3 verschieben. Wenn die 1,48 hingegen bis Mitte Januar erreicht sind, kann es bis zum Hoch 3 sogar noch ein Stück höher gehen. Doch bevor Sie sich zu fest an solche Kursziele klammern – wesentlich zuverlässiger sind die zyklischen Wendetermine. Also ganz egal wo der Euro Mitte Januar steht, dies ist ein zyklisches Hoch und er muß ab diesem Zeitpunkt wieder fallen.

Wilfried Kölz, Börsenanalyst. Spezialisiert auf die Voraussage von zukünftigen Trendwendeterminen bei Aktienindizes, Währungen, Zinsen, Edelmetallen und Rohöl.
Kontakt: boersenzyklen@gmail.com



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