27.02 DAY CYCLE – Das Phänomen der Synchronizität mit Blick auf die Finanzmärkte

Datum/Zeit Di 20. Aug 2019 - 18:00
RG : Hannover
Referent : Kersten Wöhrle
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Veranstaltungsort
Hotel Plaza Hannover


Die Untersuchung natürlicher Zyklen, die einen Effekt auf das menschliche Verhalten ausüben, beschäftigt und fasziniert seit Urzeiten die Menschen. Im Mittelpunkt des Interesses stand bisher der Mond mit seinen Mondphasen. Dies war die Motivation nach weiteren Zyklen zu suchen. Dazu wurden Formeln bestehend aus mathematischen Konstanten und natürlichen Zyklen entworfen und erprobt. Bei diesem Experiment ist insbesondere die folgende Formel aufgefallen, bei der die Zahl Pi in Beziehung zu der anomalistischen Bahnperiode der Erde steht.

Die edeutung dieses Zyklus für die Finanzmärkte zeigte sich bei der Verifikation an Hand des hoch kapitalisierten und breit gestreuten S&P-500-Index. Wie die Untersuchung zeigte, besteht offenbar eine Synchronizität zwischen dem 27.02 DAY CYCLE und dominanten Kurshochpunkten.

Die klassische technische Analyse fundiert zum größten Teil auf der Basis von Preis-Informationen (Candlestick-Muster, Chart-Formationen, gleitende Durchschnitte, Widerstands- und Unterstützungs-linien, Elliott-Wellen, usw.) und bewegt sich damit innerhalb eines feststehenden Paradigmas. Die technische Analyse kann möglicherweise verbessert werden, wenn es gelingt, Preis-Informationen und Zeit-Informationen zu einem Bild zusammen zu führen. Dieser Überlegung wird nachgegangen, in dem z.B. saisonale Durchschnittverläufe oder fixe zyklische Muster mit den vorliegenden Preis-Informationen verknüpft werden. Nicht selten erweist sich dieser Ansatz aber als wenig hilfreich, da der Markt in der Regel nicht dem unterstellten Muster folgt und einen völlig anderen Verlauf nimmt. Um dem Geheimnis der Zeitgeometrie der Finanzmärkte näher zu kommen, müssen wir also nach weiteren Lösungsansätzen suchen.

Das Kernelement der Zeit-Information mit dem sich der Vortrag beschäftigt, ist der 27.02 DAY CYCLE. Dieser vereint gewissermaßen die dominante Rolle der Zahl Pi mit dem Erdenjahr und liefert damit eine natürliche Zeitbasis und Trägerfrequenz für Zyklen, deren Entstehungszeitpunkt und Periodendauer sich emanzipiert entwickeln – quasi ein atmender Zyklus ohne fixes Zeitkorsett.

Zur Person:
Kersten Wöhrle, 1954 geboren, bis zum Ruhestand Produktmanager bei Roche Diagnostics in Mannheim. Interessen: Suche und Analyse von zyklischen Mustern in der Natur und an den Finanzmärkten.