Options-Know-How: Anfänger sollten sich beim Put-Leerverkauf auf Aktien mit hohen Dividenden konzentrieren!

Sie sind neu im Stillhalten? Dann lesen Sie, auf welche Aktien Sie sich als Anfänger konzentrieren sollten, um bei einer Andienung auch noch ein gutes Geschäft zu machen.

Will man das erste Mal in seinem Leben als Stillhalter eine Put-Option leerverkaufen, besteht immer die große Angst, dass die entsprechende Aktie so richtig nach unten rauscht und die Option ins Geld läuft.

Um so etwas zu verhindern, bieten sich eventuell Aktien an, die charttechnisch von einer Unterstützungszone nach oben abgeprallt sind, an dieser auch noch eine sehr hohe Dividende bieten. Gut ist, wenn die Aktie unter zehn US-Dollar handelt, so kann man eine solche Position auch noch mit einem kleinen Konto eröffnen. 

In diesem Fall darf man dann schon gerne einen Put etwas näher am Geld verkaufen, denn wenn eine Andienung erfolgt, weil die Option schlussendlich dann doch im Geld landet, hat man sich eine sehr hohe Dividendenrendite gesichert.

Es geht um die Aktie Global Medical REIT Inc. (Kürzel GMRE), die nachfolgend zu sehen ist. 

Quelle: TAI-PAN

Global Medical REIT Inc. (GMRE) unterscheidet sich von anderen REITs im Gesundheitswesen der Vereinigten Staaten, denn das Portfolio besteht in erster Linie aus medizinischen Bürogebäuden, Laboren, chirurgischen Zentren und ambulanten Pflegezentren mit größtenteils jeweils nur einem Mieter.

Das Management bevorzugt Gemeinden, in denen es kein dominantes Krankenhauszentrum gibt. Global Medical vermietet dann an die stärksten Arztpraxen und Gesundheitssysteme in für diese Gesundheitsversorger profitablen Regionen.

Dividendenwerte haben den großen Vorteil, dass ab einem bestimmten Kurswert Käufer auftreten, die diesen Wert günstig einsammeln, um dann passives Einkommen zu generieren.

Im August 2022 begann eine größere Korrekturbewegung. Der Grund: die Angst geht unter den Anlegern um, weil für Immobilienkredite plötzlich aufgrund der mehreren Zinserhöhungen der amerikanischen Notenbank größere Zinslasten zu tragen sind.

Die Aktie rutschte von über zwölf US-Dollar auf unter 7,50 US-Dollar. Zu diesem Zeitpunkt zahlte das Unternehmen 0,21 US-Dollar pro Quartal aus. Insgesamt 0,84 US-Dollar sind das aufs ganze Jahr hochgerechnet.

Das ergibt eine Dividendenrendite von über 11 %. Die Korrektur endete exakt am März-2020-Tief. Das ist in der nachfolgenden Grafik die hellgrüne Unterstützungszone um 7,00 US-Dollar. Die historische Volatilität zeigte nicht so wie damals 2020 eine Spitze von über 200, sondern hielt sich deutlich unter 100 % auf. Nichtsdestotrotz konnte man für eine Put-Option der Basis 7,50 US-Dollar am 17. Oktober 2022 mit einer Laufzeit bis Januar 2023 pro Stück 50 US-Dollar einnehmen. Für zwei Optionen waren das 100 US-Dollar Prämie. Hierfür musste man 200 Euro an Sicherheitsleistung hinterlegen.

Ich ging davon aus, dass die Aktie nicht mehr unter 7,50 US-Dollar fällt. Wenn das doch der Fall ist, sichere ich mich mit einer Andienung von 200 Aktien über 11 % Dividendenrendite, abzüglich der Optionsprämie. Hierfür benötigt man für 200 Stücke 1500 US-Dollar, was selbst für kleine Konten tragbar ist.

In der Grafik ist alles Wichtige zu dieser Position eingefügt. Wie unschwer zu erkennen ist, ist die Aktie bis Mitte November auf fast zehn US-Dollar angestiegen. Die Option kann aktuell für 0,10 US-Dollar zurückgekauft werden.

Zum Jahresende wird die Option spätestens glattgestellt, eventuell sogar vorher mit Limit 0,05 US-Dollar.

Autor: Thomas Bopp