Kontinuierliche Erfassung der täglich möglichen Punkteergebnisse
Als Referenz dient 1 CFD an den ersten und 2 CFDs an den zweiten Aktionszonen.
Die CFDs auf die weltweit wichtigsten Indizes werden auf den sogenannten Cash-Index gepreist. Die Index-CFDs sind 24 Stunden am Tag verfügbar mit aktuellem Kurs, Tageshoch und -tief sowie die prozentuale Veränderung für jeden Index. Der "Basispreis" ist der letzte tatsächliche Schlusskurs jedes Index und die Veränderung wird aus dieser Basis berechnet. Der Erwerber eines CFDs (Contracts for Difference) ist nicht an einem Unternehmen beteiligt, sondern lediglich Inhaber einer Forderung. Der Kurs von CFDs leitet sich von einem Basiswert ab. Der Anleger wird ausschließlich an der Kursentwicklung des Basiswertes beteiligt. CFDs zählen zur Gruppe der Derivate.
Ergebnisse: Alle Ergebnisse vom 01.08.2022 - 28.07.2023 können unter
überprüft werden.
Das Ergebnis dieser Handelswoche mit 1 CFD an den ersten Zonen und 2 CFDS an den zweiten Zonen beläuft sich auf 220 Punkte Gewinn. Der engagierte Trader strebt davon 50-70% an.
Das aktuelle Regelwerk:
Statistik der Setups ab dem 22. Januar 2026 bis zum 7. August 2026
| Handel am Morgen | Gewinn-Trades | Verlust-Trades |
| Erste Zone Long | 57 | 3 |
| Zweite Zone Long | 12 | |
| Erste Zone Short | 72 | 8 |
| Zweite Zone Short | 23 | 2 |
| Reversals | 9 | |
| Handel am Nachmittag | Gewinn-Trades | Verlust-Trades |
| Setup 1 Long | 11 | |
| Setup 1 Short | 9 | |
| Setup 2 Long | 23 | |
| Setup 2 Short | 31 | 1 |
| Setup 3 Long | 40 | 3 |
| Setup 4 Long | 42 | |
| Setup 4 Short | 50 | 1 |
| Verluste | ||
| Tages-Gesamtverlust | ||
| Teilverlust | 1 |
Die beschriebene FDAX-Trading-Strategie ist diskretionär und basiert auf der Anwendung verschiedener Handelssetups, die sowohl morgens als auch nachmittags genutzt werden. Morgens werden in der Regel 2-4 Setups und nachmittags etwa 1-2 Setups gehandelt. Die Anzahl der gehandelten Setups variiert jedoch stark in Abhängigkeit von der VDAX-NEW-Volatilität und aktuellen Nachrichtenereignissen. Aufgrund dieser Variabilität ist eine exakte Vorhersage der Anzahl der Setups und ihrer Ergebnisse nicht möglich.
Um die volle Performance der Strategie zu erzielen, ist es notwendig, alle Setups konsequent zu handeln und während der Handelszeiten kontinuierlich präsent zu sein. Dies stellt eine große Herausforderung für viele Trader dar, insbesondere weil sie dazu neigen, impulsiv außerhalb der festgelegten Setups zu handeln. Solche impulsiven Entscheidungen können das Ergebnis der Strategie verwässern und sogar zu Verlusten führen.
Vorschläge zur Verbesserung und Umsetzung der Strategie:
- Strikte Disziplin und Regelbefolgung: Eine der größten Herausforderungen bei dieser Strategie ist die Einhaltung der vorgegebenen Setups. Da der Handel diskretionär erfolgt, ist es essenziell, dass Trader ihre Entscheidungen strikt an den definierten Handelsregeln ausrichten. Es ist hilfreich, vor jedem Trade zu überprüfen, ob die aktuellen Marktbedingungen den Kriterien des jeweiligen Setups entsprechen.
- Fokus und Geduld: Da die Strategie diskretionär ist und die Anzahl der Setups variieren kann, ist es wichtig, geduldig zu bleiben und nicht aus Langeweile oder dem Gefühl heraus zu handeln, „etwas tun zu müssen“. Trader sollten sich darauf konzentrieren, nur bei klaren Setups aktiv zu werden und Marktrauschen zu ignorieren.
- Mentale Vorbereitung: Der diskretionäre Handel erfordert ein hohes Maß an mentaler Stärke. Trader sollten sich mental darauf vorbereiten, dass nicht jeder Tag gleich verlaufen wird und dass es Phasen gibt, in denen wenig oder nichts zu tun ist. Eine gute Möglichkeit, dies zu erreichen, ist die tägliche Vorbereitung, bei der die Marktsituation analysiert und die möglichen Setups durchgegangen werden.
- Risikomanagement: Ein striktes Risikomanagement ist unerlässlich. Diskretionäre Trader müssen klare Stop-Loss-Limits setzen und diese konsequent einhalten. Auch das Festlegen eines Tageslimits für Verluste kann helfen, das Risiko zu kontrollieren und zu verhindern, dass impulsive Entscheidungen zu erheblichen Verlusten führen.
- Kontinuierliche Weiterbildung: Da die Strategie auf der individuellen Entscheidungsfindung basiert, ist es wichtig, dass Trader kontinuierlich an ihrer Marktkenntnis und ihren Handelsfähigkeiten arbeiten. Dies schließt sowohl die technische Analyse als auch das Verstehen der Marktpsychologie ein. Regelmäßige Reflexion über die eigenen Entscheidungen und deren Ergebnisse kann ebenfalls dazu beitragen, zukünftige Fehler zu vermeiden.
Fazit: Die diskretionäre FDAX-Trading-Strategie erfordert Disziplin, Geduld und ein starkes mentales Fundament. Trader sollten sich darauf konzentrieren, nur die festgelegten Setups zu handeln, um die volle Performance zu erzielen. Durch striktes Risikomanagement und kontinuierliche Weiterbildung können sie das Risiko von impulsiven Fehlentscheidungen minimieren und ihre Erfolgsquote langfristig verbessern.
Geduld ist definitiv eine der wichtigsten Tugenden beim Daytrading, insbesondere beim DAX (Deutscher Aktienindex). Daytrading erfordert schnelle Entscheidungen, aber das bedeutet nicht, dass man überstürzt handeln sollte. Geduld ist unerlässlich, um auf den richtigen Moment für den Einstieg oder Ausstieg zu warten und nicht von kurzfristigen Marktbewegungen oder Emotionen beeinflusst zu werden.
Hier sind einige Gründe, warum Geduld beim DAX-Trading wichtig ist:
- Vermeidung von Übertrading: Geduld verhindert übermäßiges Handeln, das oft zu Verlusten führen kann.
- Marktanalyse: Geduld gibt Zeit, den Markt gründlich zu analysieren und auf profitable Muster oder Signale zu warten.
- Emotionale Kontrolle: Ungeduld führt oft zu impulsiven Entscheidungen, die auf Angst oder Gier basieren. Geduld hilft, ruhig und rational zu bleiben.
- Setzen von realistischen Zielen: Erfolgreiches Daytrading erfordert realistische Erwartungen, und Geduld hilft dabei, diese beizubehalten und nicht zu früh Gewinne zu realisieren oder Verluste hinzunehmen.
Handelstag 03.08.2026 – DAX / German 40
Ein Aufwärts-Doppel-Gap entsteht, wenn zwischen dem Schlusskurs des DAX (18:00 Uhr) und dem späteren Schlusskurs des German 40 (22:00 Uhr) bereits ein Aufwärts-Gap besteht und der Markt am nächsten Handelstag mit einem weiteren Aufwärts-Gap eröffnet.
- Schlusskurs DAX (31.07.2026, 18:00 Uhr): 25.629
- Schlusskurs German 40 (31.07.2026, 22:00 Uhr): 25.702
- Eröffnung heute (03.08.2026, 08:00 Uhr): 25.899
Damit entstand ein Aufwärts-Doppel-Gap von insgesamt 270 Punkten:
- DAX-Schluss → German-40-Schluss: +73 Punkte
- German-40-Schluss → Eröffnung: +197 Punkte
Beide Gaps zeigen nach oben. Es liegt somit ein Aufwärts-Doppel-Gap vor.
Heute wird das Doppel-Gap gehandelt.
Die geopolitische Lage rund um die Straße von Hormus bleibt angespannt. Positive und negative Meldungen wechseln sich derzeit ab. Daher ist weiterhin mit einer erhöhten Volatilität und stärkeren Kursschwankungen zu rechnen.
- CFD Dow Jones Industrial Average: stark im Plus
- DAX-CFD: stark im Plus
- VDAX: 17
Short: 1. Zone +100 Punkte über dem Eröffnungskurs / 2. Zone +50 Punkte darüber / SL +35 Punkte darüber
Long: 1. Zone −100 Punkte unter dem Eröffnungskurs / 2. Zone −50 Punkte darunter / SL −35 Punkte darunter
Viel Erfolg!

Zusammenfassung Handelstag 3.8.26
Nach dem bemerkenswerten Aufwärts-Doppel-Gap von 270 Punkten setzte der DAX seine Aufwärtsbewegung weiter fort. Zum Handelsschluss erreichte der DAX mit 26.001 Punkten ein neues Allzeithoch, während der German 40 sogar bei 26.080 Punkten schloss.
Damit bestätigte der Markt erneut seine außergewöhnliche Stärke. Trotz des bereits großen Aufwärts-Gaps fanden sich weitere Käufer, die den Index auf neue Rekordstände führten.
Trotz des ausgeprägten Aufwärtstrendtages ergaben sich nach den Regeln der Handelsstrategie zwei Short-Einstiege an der ersten Short-Zone. Beide Positionen konnten erfolgreich eröffnet und mit Gewinn geschlossen werden.
Dieses Beispiel zeigt, dass selbst an starken Trendtagen kurzfristige Korrekturen an den Handelszonen erfolgreich genutzt werden können.
Wie bereits häufig zu beobachten war, führte die Eröffnung der US-Börsen mit Unterstützung des Dow Jones zu einer weiteren Range-Erweiterung.
Anschließend hätte sich am Setup 2, dem positiven Stop-Loss, nochmals eine regelkonforme Short-Position ergeben. Zu diesem Zeitpunkt notierte der DAX jedoch bereits mehr als 1,5 % im Plus. Nach den Regeln der Handelsstrategie werden unter diesen Marktbedingungen keine neuen Positionen mehr eröffnet. Deshalb wurde konsequent auf einen weiteren Trade verzichtet.
Der heutige Handelstag bestätigte eindrucksvoll, dass auch an außergewöhnlich starken Trendtagen regelbasierte Korrekturtrades erfolgreich umgesetzt werden können. Die beiden Short-Positionen am Vormittag zeigten, dass selbst in einem dynamischen Aufwärtstrend Rücksetzer an den Handelszonen eine hohe Wahrscheinlichkeit besitzen.
Ebenso wichtig war jedoch die Entscheidung, am Nachmittag auf eine weitere Position zu verzichten. Obwohl mit dem positiven Stop-Loss (Setup 2) nochmals ein Einstieg möglich gewesen wäre, hatte der DAX bereits die +1,5-%-Marke überschritten. Die konsequente Einhaltung dieser Marktregel hat Vorrang vor zusätzlichen Gewinnchancen und gehört zu den wesentlichen Elementen eines professionellen Risikomanagements.
Der Handelstag unterstreicht einmal mehr, dass langfristiger Erfolg nicht allein durch profitable Einstiege entsteht, sondern ebenso durch die Disziplin, auf regelwidrige Trades konsequent zu verzichten.
Merksatz des Tages:
Der beste Trader ist nicht derjenige, der jede Chance nutzt, sondern derjenige, der konsequent nur die Chancen handelt, die seinem Regelwerk entsprechen.

Handelstag 04.08.2026 – DAX / German 40
- Schlusskurs gestern (22:00 Uhr): 26.072
- Eröffnung heute (08:00 Uhr): 26.129 → Aufwärts-Gap: +57 Punkte
Obwohl die Kurslücke mit 57 Punkten nur knapp unter der Grenze für ein Wide Gap liegt, handeln wir den heutigen Handelstag wie ein Wide Gap und die Zonen.
- CFD Dow Jones: im Plus
- DAX-CFD: im Plus
- VDAX: 18
Short: 1. Zone 75 Punkte über dem Eröffnungskurs / 2. Zone +50 Punkte darüber / SL +35 Punkte darüber
Long: 1. Zone am Schlusskurs von gestern / 2. Zone −50 Punkte darunter / SL −35 Punkte darunter
Viel Erfolg!

Zusammenfassung Handelstag 4.8.26
Der DAX und damit auch der German 40 setzten ihren beeindruckenden Höhenflug fort. Während der DAX um 18:00 Uhr bei 26.202 Punkten schloss, legte der German 40 im nachbörslichen Handel nochmals kräftig zu und erreichte gegen 22:00 Uhr rund 26.400 Punkte.
Diese außergewöhnliche Aufwärtsbewegung lässt sich nur im Zusammenhang mit der Entwicklung der US-Börsen verstehen. Sämtliche bedeutenden US-Indizes verzeichneten kräftige Kursgewinne:
- US 30 (Dow Jones): +954,2 Punkte (+1,79 %)
- US 500 (S&P 500): +139,48 Punkte (+1,84 %)
- US Tech 100 (Nasdaq 100): +968,5 Punkte (+3,37 %)
- SmallCap 2000: +55,66 Punkte (+1,87 %)
Vor allem die außergewöhnliche Stärke des Technologiesektors verlieh den internationalen Aktienmärkten zusätzlichen Rückenwind und sorgte auch beim DAX für eine weitere dynamische Aufwärtsbewegung.
Am Vormittag erreichte der DAX die zweite Short-Zone. Dort bildete sich eine regelkonforme Umkehrkerze, die den Einstieg in eine Short-Position ermöglichte. Die anschließende Korrektur konnte erfolgreich genutzt und die Position mit Gewinn geschlossen werden.
Am Nachmittag wurde keine Position eröffnet. Alle maßgeblichen US-Indizes notierten deutlich im Plus und bestätigten einen außergewöhnlich starken Aufwärtstrend. Unter diesen Marktbedingungen sieht das Regelwerk keine neuen Short-Positionen mehr vor. Deshalb wurde konsequent auf einen weiteren Einstieg verzichtet.
Der heutige Handelstag zeigte eindrucksvoll, welchen Einfluss die Entwicklung der US-Börsen auf den DAX und den German 40 ausübt. Die außergewöhnlich starken Kursgewinne an der Wall Street sorgten für eine weitere Aufwärtsbeschleunigung und führten den German 40 nachbörslich bis in den Bereich von 26.400 Punkten.
Der erfolgreiche Short-Trade am Vormittag bestätigte erneut die hohe Aussagekraft der zweiten Handelszone. Noch wichtiger war jedoch die konsequente Entscheidung, am Nachmittag keine weitere Position mehr zu eröffnen. In einem Markt, der von einer außergewöhnlich starken internationalen Aufwärtsdynamik getragen wird, ist der Verzicht auf zusätzliche Short-Trades Ausdruck eines disziplinierten und professionellen Risikomanagements.
Merksatz des Tages:
Starke internationale Trends haben Vorrang vor einzelnen Handelssignalen. Wer das Gesamtbild des Marktes berücksichtigt und sein Regelwerk konsequent beachtet, schützt sein Kapital und verbessert langfristig seine Handelsergebnisse.

Handelstag 05.08.2026 – DAX / German 40
Ein Aufwärts-Doppel-Gap entsteht, wenn zwischen dem Schlusskurs des DAX (18:00 Uhr) und dem späteren Schlusskurs des German 40 (22:00 Uhr) bereits ein Aufwärts-Gap besteht und der Markt am nächsten Handelstag mit einem weiteren Aufwärts-Gap eröffnet.
- Schlusskurs DAX (04.08.2026, 18:00 Uhr): 26.202
- Schlusskurs German 40 (04.08.2026, 22:00 Uhr): 26.343
- Eröffnung heute (05.08.2026, 08:00 Uhr): 26.410
Damit entstand ein Aufwärts-Doppel-Gap von insgesamt 208 Punkten:
- DAX-Schluss → German-40-Schluss: +141 Punkte
- German-40-Schluss → Eröffnung: +67 Punkte
Beide Gaps zeigen nach oben. Es liegt somit ein Aufwärts-Doppel-Gap vor.
Heute werden das Doppel-Gap und die Zonen gehandelt.
Die geopolitische Lage rund um die Straße von Hormus bleibt angespannt. Positive und negative Meldungen wechseln sich weiterhin ab. Daher ist auch heute mit einer erhöhten Volatilität und stärkeren Kursschwankungen zu rechnen.
- CFD Dow Jones Industrial Average: stark im Plus
- DAX-CFD: stark im Plus
- VDAX: 16
Short: 1. Zone +100 Punkte über dem Eröffnungskurs / 2. Zone +50 Punkte darüber / SL +35 Punkte darüber
Long: 1. Zone −100 Punkte unter dem Eröffnungskurs / 2. Zone −50 Punkte darunter / SL −35 Punkte darunter
Viel Erfolg!

Aktuelle Marktsituation
Nach den ausgeprägten Long-Trendtagen und dem heutigen Aufwärts-Gap setzte eine Korrektur ein, die inzwischen zur vollständigen Schließung des Gaps führte.
An den beiden Long-Zonen ist bislang noch kein Einstieg erfolgt. Voraussetzung für einen regelkonformen Long-Einstieg ist, dass eine 15-Minuten-Umkehrkerze oberhalb der jeweiligen Aktionslinie schließt. Solange diese Bestätigung fehlt, erfolgt kein Handel.
Ab 13:00 Uhr findet zunächst kein Handel mehr statt. Der Nachmittagshandel kann ab 14:45 Uhr, vorzugsweise jedoch erst nach der Eröffnung der US-Börsen um 15:30 Uhr, aufgenommen werden.

Geduld als entscheidender Erfolgsfaktor beim Einstieg
Gemäß dem Regelwerk hätte sowohl an der ersten als auch an der zweiten Long-Zone nach einer bestätigten 15-Minuten-Umkehrkerze eine Long-Position eröffnet werden können. Ebenso bestand am Nachmittag am Tief der Trading-Range die Möglichkeit für einen Long-Einstieg gemäß Setup 4.
Wie im Chart zu erkennen ist, deutete sich an allen drei möglichen Einstiegsbereichen zunächst zögerlich eine Umkehrkerze an. Bis zum vollständigen Abschluss der jeweiligen 15-Minuten-Kerze kam jedoch keine gültige Bestätigung zustande. Die vermeintlichen Umkehrkerzen wurden noch innerhalb derselben Zeitperiode wieder nach unten aufgelöst. Somit erfolgte regelkonform kein Long-Einstieg.
Gerade in solchen Situationen entscheidet sich häufig der Erfolg oder Misserfolg eines Traders. Eine noch nicht abgeschlossene Kerze kann zwischenzeitlich wie eine überzeugende Umkehrkerze aussehen. Erst mit ihrem endgültigen Schlusskurs steht jedoch fest, ob tatsächlich ein gültiges Einstiegssignal vorliegt. Wer voreilig handelt, steigt möglicherweise genau in die Fortsetzung der Abwärtsbewegung ein.
Sobald eine Aktionszone erreicht und der zuvor gesetzte Alarm ausgelöst wird, sollte der Trader den PC beziehungsweise den Chart bewusst schließen. Anschließend wird ein Timer auf 15 Minuten gestellt. Erst nach Ablauf dieser Zeit wird der Chart wieder geöffnet und die vollständig abgeschlossene Kerze beurteilt.
Dann gibt es nur zwei Möglichkeiten:
- Die 15-Minuten-Umkehrkerze erfüllt sämtliche Bedingungen des Regelwerks – ein Einstieg kann erfolgen.
- Die notwendige Bestätigung fehlt – es wird keine Position eröffnet.
Die Fähigkeit, eine 15-Minuten-Kerze vollständig abzuwarten, wirkt zunächst einfach, verlangt in der Praxis jedoch große Disziplin. Das bewusste Schließen des Charts verhindert spontane und vorzeitige Entscheidungen. Diese gezielte Geduldsübung gehört deshalb zu den wichtigsten Bestandteilen des praktischen Trainings und entscheidet langfristig sehr häufig über Erfolg oder Misserfolg im regelbasierten Handel.

Handelstag 06.08.2026 – DAX / German 40
- Schlusskurs gestern (22:00 Uhr): 26.183
- Eröffnung heute (08:00 Uhr): 26.179 → Abwärts-Gap: −4 Punkte
Gehandelt werden die Zonen.
Der VDAX notiert mit 16 weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Gleichzeitig notiert der DAX jedoch über der Marke von 26.000 Punkten. Ergibt sich innerhalb der eingezeichneten 25-Punkte-Rechtecke bereits eine regelkonforme Umkehrkerze, ohne dass die eigentliche Aktionslinie erreicht wurde, kann dort eine Position eröffnet werden. Anschließend erfolgt die regelbasierte Zonenanpassung.
- CFD Dow Jones: leicht im Plus
- DAX-CFD: leicht im Plus
- VDAX: 16
Short: 1. Zone +100 Punkte über dem Schlusskurs / 2. Zone +50 Punkte darüber / SL +35 Punkte darüber
Long: 1. Zone −100 Punkte unter dem Eröffnungskurs / 2. Zone −50 Punkte darunter / SL −35 Punkte darunter
Viel Erfolg!

Beispieltrade

Der Einstieg erfolgte beim Überschreiten des Hochs der roten Vorkerze. Entscheidend für die Einschätzung war der deutliche Aufwärtsimpuls nach 9:00 Uhr: Vom Tagestief stieg der German 40 dynamisch bis zum Eröffnungskurs um 8:00 Uhr an. Damit hatte der Markt bereits eine klare Kaufbereitschaft gezeigt.
Der anschließende Rücklauf in die erste Long-Zone wurde daher im Zusammenhang mit dieser vorherigen Aufwärtsbewegung beurteilt. Als der Kurs danach das Hoch der roten Vorkerze überschritt, erfolgte der Long-Einstieg.
Diese Vorgehensweise entspricht der Price-Action-Technik: Nicht nur eine einzelne Kerze wird betrachtet, sondern die gesamte vorausgegangene Kursbewegung. Der starke Impuls vom Tief bis zum Eröffnungskurs, der Rücklauf in die Long-Zone und das anschließende Überschreiten des Hochs der roten Vorkerze bildeten zusammen das Einstiegssignal.
Es handelte sich somit nicht um einen Einstieg aufgrund einer bereits abgeschlossenen 15-Minuten-Umkehrkerze, sondern um einen Price-Action-Einstieg mit Stop-Buy über dem Hoch der roten Vorkerze.
Die normale Grundregel bleibt weiterhin das Abwarten einer abgeschlossenen 15-Minuten-Umkehrkerze. In diesem besonderen Fall erlaubte jedoch die vorherige Kursstruktur ein früheres Fine-Tuning des Einstiegs.
Handel am Nachmittag
Setup 3 (immer Long)
Setup 4 Short


Handelstag 07.08.2026 – DAX / German 40
- Schlusskurs gestern (22:00 Uhr): 26.168
- Eröffnung heute (08:00 Uhr): 26.165 → Abwärts-Gap: −3 Punkte
Gehandelt werden die Zonen.
Auch heute liegen der Schlusskurs von gestern und der Eröffnungskurs sehr dicht beieinander. Dies deutet auf eine engere Trading-Range hin. Gleichzeitig notiert der VDAX mit 16 weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Daher beträgt der Abstand zu den ersten Aktionszonen jeweils 75 Punkte.
- CFD Dow Jones: unverändert (0 %)
- DAX-CFD: unverändert (0 %)
- VDAX: 16
Short: 1. Zone +75 Punkte über dem Schlusskurs / 2. Zone +50 Punkte darüber / SL +35 Punkte darüber
Long: 1. Zone −75 Punkte unter dem Eröffnungskurs / 2. Zone −50 Punkte darunter / SL −35 Punkte darunter
Viel Erfolg!

Kein Handel unter dem Eröffnungskurs.

Zonenanpassung
Es kommt vor, dass an der ersten Zone keine Position eröffnet wird und der Kurs zwischen den beiden Zonen oder erst unterhalb/oberhalb der zweiten Zone eine Umkehrkerze im 15-Minuten-Chart ausbildet.
In diesem Fall erfolgt der Einstieg an dieser Stelle und der Einstieg ist dann die erste Zone Short oder Long.
Die ursprünglichen Zonen werden anschließend mit den gleichen Abständen zu den zweiten Zonen und dem Stopp-Loss an die neue Marktsituation angepasst.
- Wirkung und Effizienz
Diese Anpassung hat sich als äußerst effizient erwiesen.
Im Jahr 2025/26 wurden zahlreiche Positionen durch Zonenanpassungen eröffnet – sowohl Short als auch Long.
Bemerkenswert: Bei Eröffnungen an den zweiten Zonen (inklusive Anpassungen) wurde bislang kein Verlust verzeichnet.

Der Prozess, seine Wichtigkeit und die Freude daran
Am heutigen Handelstag wurde die ursprünglich eingezeichnete erste Zone Short ohne Ausbildung einer regelkonformen Umkehrkerze durchquert. Deshalb erfolgte dort keine Positionseröffnung.
Der Kurs stieg weiter. Erst unterhalb der zweiten Zone Short bildete sich im 15-Minuten-Chart eine Umkehrkerze. Nach deren Abschluss wurde die erste Short-Position eröffnet. Dieser tatsächliche Einstieg galt nun als neue erste Zone Short. Die zweite Zone und der Stop-Loss wurden daraufhin mit den vorgesehenen Abständen von 50 beziehungsweise 35 Punkten an die neue Marktsituation angepasst.
Die Short-Position befand sich anschließend etwa 20 Punkte im Gewinn. Deshalb wurde der Stop-Loss auf den Einstandskurs gesetzt. In der folgenden Gegenbewegung wurde die Position zum Break-even ausgestoppt. Somit entstand kein Verlust und es war zunächst keine Position mehr offen.
Der Kurs setzte seine Aufwärtsbewegung jedoch fort. Bildet sich nun auf einem höheren Kursniveau erneut eine regelkonforme Umkehrkerze, kann eine neue Short-Position eröffnet werden. Dieser Einstieg bildet wiederum die neue erste Zone Short. Danach werden die zweite Zone und der Stop-Loss erneut angepasst.
Eine solche zweite Zonenanpassung innerhalb eines Handelstages kommt höchst selten vor – erfahrungsgemäß vielleicht einmal im Jahr. Gerade deshalb ist das heutige Beispiel besonders wertvoll.
Der gesamte Prozess lässt sich mit dem Autofahren im Straßenverkehr vergleichen: Der Fahrer kennt sein Ziel und die Verkehrsregeln, muss seine Fahrweise aber ständig an die aktuelle Situation anpassen. Er beschleunigt, bremst, hält Abstand und wartet, wenn die Verkehrslage eine Weiterfahrt noch nicht zulässt. Wird eine Straße blockiert, fährt er nicht einfach weiter, sondern orientiert sich neu.
Genauso handelt der disziplinierte Trader: Er wartet auf die bestätigte Umkehrkerze, schützt einen entstandenen Gewinn, akzeptiert einen Break-even-Ausstieg und eröffnet erst dann eine neue Position, wenn die Marktsituation wieder eindeutig ist.
Gerade darin liegen die Wichtigkeit und die Freude an diesem Prozess. Der Trader reagiert nicht hektisch, sondern begleitet den Markt aufmerksam und regelkonform – ähnlich wie ein guter Autofahrer, der sicher und vorausschauend auf wechselnde Verkehrssituationen reagiert.

Nach der zweiten Zonenanpassung musste die Short-Position aus der neu festgelegten ersten Zone am Vortageshoch mit Verlust glattgestellt werden.
Am Nachmittag konnte dieser Verlust jedoch durch zwei erfolgreiche Short-Positionen gemäß Setup 4 wieder vollständig ausgeglichen werden.
Fazit: Auch eine sorgfältige Zonenanpassung bietet keine Gewinngarantie. Entscheidend ist, einen regelkonformen Verlust zu akzeptieren und anschließend geduldig auf neue Handelsmöglichkeiten zu warten. Der Tagesverlauf zeigt, wie wichtig das Zusammenspiel der verschiedenen Setups ist: Der Verlust am Morgen wurde durch den disziplinierten und regelbasierten Handel am Nachmittag wieder ausgeglichen. Der Handelstag endete somit insgesamt ausgeglichen.

Es gibt lediglich zwei Schlüssel zum Erfolg im Handel: Erstens die Entwicklung einer Handelsstrategie mit einem Marktvorteil und zweitens die Entwicklung der Fähigkeit, diese Strategie konsequent umzusetzen.
Autor: Georg Mindermann, Jahrgang 1939, wohnhaft in Spanien Hobby Trader und Golfer, kein Coach
