Kontinuierliche Erfassung der täglich möglichen Punkteergebnisse
Als Referenz dient 1 CFD an den ersten und 2 CFDs an den zweiten Aktionszonen.
Die CFDs auf die weltweit wichtigsten Indizes werden auf den sogenannten Cash-Index gepreist. Die Index-CFDs sind 24 Stunden am Tag verfügbar mit aktuellem Kurs, Tageshoch und -tief sowie die prozentuale Veränderung für jeden Index. Der "Basispreis" ist der letzte tatsächliche Schlusskurs jedes Index und die Veränderung wird aus dieser Basis berechnet. Der Erwerber eines CFDs (Contracts for Difference) ist nicht an einem Unternehmen beteiligt, sondern lediglich Inhaber einer Forderung. Der Kurs von CFDs leitet sich von einem Basiswert ab. Der Anleger wird ausschließlich an der Kursentwicklung des Basiswertes beteiligt. CFDs zählen zur Gruppe der Derivate.
Ergebnisse: Alle Ergebnisse vom 01.08.2022 - 28.07.2023 können unter
überprüft werden.
Das Ergebnis dieser Handelswoche mit 1 CFD an den ersten Zonen und 2 CFDS an den zweiten Zonen beläuft sich auf 800 Punkte Gewinn. Der engagierte Trader strebt davon 50-70% an.
Das aktuelle Regelwerk:
Statistik der Setups ab dem 5. Januar 2026 bis zum 13. Februar 2026
| Handel am Morgen | Gewinn-Trades | Verlust-Trades |
| Erste Zone Long | 14 | 1 |
| Zweite Zone Long | 3 | |
| Erste Zone Short | 8 | 2 |
| Zweite Zone Short | 2 | |
| Reversals | 1 | |
| Handel am Nachmittag | Gewinn-Trades | Verlust-Trades |
| Setup 1 Long | 3 | |
| Setup 1 Short | 7 | |
| Setup 2 Long | 7 | |
| Setup 2 Short | 1 | |
| Setup 3 Long | 1 | |
| Setup 4 Long | 6 | |
| Setup 4 Short | 11 | |
| Verluste | ||
| Tages-Gesamtverlust | ||
| Teilverlust |
Die beschriebene FDAX-Trading-Strategie ist diskretionär und basiert auf der Anwendung verschiedener Handelssetups, die sowohl morgens als auch nachmittags genutzt werden. Morgens werden in der Regel 2-4 Setups und nachmittags etwa 1-2 Setups gehandelt. Die Anzahl der gehandelten Setups variiert jedoch stark in Abhängigkeit von der VDAX-NEW-Volatilität und aktuellen Nachrichtenereignissen. Aufgrund dieser Variabilität ist eine exakte Vorhersage der Anzahl der Setups und ihrer Ergebnisse nicht möglich.
Um die volle Performance der Strategie zu erzielen, ist es notwendig, alle Setups konsequent zu handeln und während der Handelszeiten kontinuierlich präsent zu sein. Dies stellt eine große Herausforderung für viele Trader dar, insbesondere weil sie dazu neigen, impulsiv außerhalb der festgelegten Setups zu handeln. Solche impulsiven Entscheidungen können das Ergebnis der Strategie verwässern und sogar zu Verlusten führen.
Vorschläge zur Verbesserung und Umsetzung der Strategie:
- Strikte Disziplin und Regelbefolgung: Eine der größten Herausforderungen bei dieser Strategie ist die Einhaltung der vorgegebenen Setups. Da der Handel diskretionär erfolgt, ist es essenziell, dass Trader ihre Entscheidungen strikt an den definierten Handelsregeln ausrichten. Es ist hilfreich, vor jedem Trade zu überprüfen, ob die aktuellen Marktbedingungen den Kriterien des jeweiligen Setups entsprechen.
- Fokus und Geduld: Da die Strategie diskretionär ist und die Anzahl der Setups variieren kann, ist es wichtig, geduldig zu bleiben und nicht aus Langeweile oder dem Gefühl heraus zu handeln, „etwas tun zu müssen“. Trader sollten sich darauf konzentrieren, nur bei klaren Setups aktiv zu werden und Marktrauschen zu ignorieren.
- Mentale Vorbereitung: Der diskretionäre Handel erfordert ein hohes Maß an mentaler Stärke. Trader sollten sich mental darauf vorbereiten, dass nicht jeder Tag gleich verlaufen wird und dass es Phasen gibt, in denen wenig oder nichts zu tun ist. Eine gute Möglichkeit, dies zu erreichen, ist die tägliche Vorbereitung, bei der die Marktsituation analysiert und die möglichen Setups durchgegangen werden.
- Risikomanagement: Ein striktes Risikomanagement ist unerlässlich. Diskretionäre Trader müssen klare Stop-Loss-Limits setzen und diese konsequent einhalten. Auch das Festlegen eines Tageslimits für Verluste kann helfen, das Risiko zu kontrollieren und zu verhindern, dass impulsive Entscheidungen zu erheblichen Verlusten führen.
- Kontinuierliche Weiterbildung: Da die Strategie auf der individuellen Entscheidungsfindung basiert, ist es wichtig, dass Trader kontinuierlich an ihrer Marktkenntnis und ihren Handelsfähigkeiten arbeiten. Dies schließt sowohl die technische Analyse als auch das Verstehen der Marktpsychologie ein. Regelmäßige Reflexion über die eigenen Entscheidungen und deren Ergebnisse kann ebenfalls dazu beitragen, zukünftige Fehler zu vermeiden.
Fazit: Die diskretionäre FDAX-Trading-Strategie erfordert Disziplin, Geduld und ein starkes mentales Fundament. Trader sollten sich darauf konzentrieren, nur die festgelegten Setups zu handeln, um die volle Performance zu erzielen. Durch striktes Risikomanagement und kontinuierliche Weiterbildung können sie das Risiko von impulsiven Fehlentscheidungen minimieren und ihre Erfolgsquote langfristig verbessern.
Geduld ist definitiv eine der wichtigsten Tugenden beim Daytrading, insbesondere beim DAX (Deutscher Aktienindex). Daytrading erfordert schnelle Entscheidungen, aber das bedeutet nicht, dass man überstürzt handeln sollte. Geduld ist unerlässlich, um auf den richtigen Moment für den Einstieg oder Ausstieg zu warten und nicht von kurzfristigen Marktbewegungen oder Emotionen beeinflusst zu werden.
Hier sind einige Gründe, warum Geduld beim DAX-Trading wichtig ist:
- Vermeidung von Übertrading: Geduld verhindert übermäßiges Handeln, das oft zu Verlusten führen kann.
- Marktanalyse: Geduld gibt Zeit, den Markt gründlich zu analysieren und auf profitable Muster oder Signale zu warten.
- Emotionale Kontrolle: Ungeduld führt oft zu impulsiven Entscheidungen, die auf Angst oder Gier basieren. Geduld hilft, ruhig und rational zu bleiben.
- Setzen von realistischen Zielen: Erfolgreiches Daytrading erfordert realistische Erwartungen, und Geduld hilft dabei, diese beizubehalten und nicht zu früh Gewinne zu realisieren oder Verluste hinzunehmen.
DAX – Langzeitbetrachtung: Die „magischen“ 500 Punkte im Aufwärtstrend
Wer im Tageschart die Kursentwicklung des DAX seit dem Jahr 2000 – also über einen Zeitraum von rund 25 Jahren – betrachtet, wird feststellen, dass jedes neue Allzeithoch von etwa 500 Punkten auf Zeit immer wieder eingefangen wurde, meist sogar mehrfach.
Betrachtet man speziell die Kursentwicklung seit Mai 2025, so zeigt sich, dass der DAX zwar bis zu seinem Allzeithoch bei rund 25.500 Punkten insgesamt etwa 2.000 Punkte gestiegen ist. Innerhalb dieser Aufwärtsbewegung kam es jedoch auf den jeweiligen 500-Punkte-Ebenen zu insgesamt 16 Korrekturen von mindestens 500 Punkten oder insgesamt 8.000 Punkten.
Dies lässt sich aus Sicht eines Daytraders dahingehend nutzen, dass man bei jedem neuen Hoch im Abstand von 500 Punkten eine feste Short-Position eröffnet – mit einem Mindestziel von 500 Punkten Gewinn. Long-Positionen könnten dabei Intraday sozusagen als „Joker“ gegenläufig eingesetzt werden.

Zusatzregeln zum Positionsmanagement
Sofern man eine Short-Position mit dem Ziel eines Gewinns eröffnet hat, sind zwei Dinge noch wichtig:
- Eine Jokerposition Long soll stets kleiner sein als die Short-Position. Dadurch wird erreicht, dass auch bei einer plötzlichen größeren Korrektur der Gewinn der Short-Position immer größer ist als die noch offene Long-Position.
- Mit Übersicht und im Einklang der Long-Setups der DAX-Trading-Strategie kann eine sich bereits im Gewinn befindliche Short-Position geschlossen und beispielsweise 50 Punkte höher wieder eröffnet werden. So kann sich über mehrere Tage hinweg – bis das eigentliche Gewinnziel erreicht wird – aus einem 500-Punkte-Ziel effektiv auch ein Gewinn von beispielsweise 800 Punkten entwickeln.
Handelstag 09.02.2026 – German 40 / DAX
Der Schlusskurs am 6.02.2026 um 22:00 Uhr lag bei 24.772 Punkten.
Der Eröffnungskurs heute am 9.02.2026 um 8:00 Uhr notiert bei 24.814 Punkten.
Gap:
24.814 − 24.772 = +42 Punkte (Up-Gap)
Der Handel erfolgt regelbasiert im klassischen Zonenmodus.
Der VDAX-NEW notiert bei 19 und liegt damit leicht unter dem Niveau vom Freitag.
Zonenfestlegung
Short-Zonen (über dem Eröffnungskurs)
- 1. Short-Zone:
24.814 + 75 = 24.889 - 2. Short-Zone:
24.889 + 50 = 24.939 - Stop-Loss Short:
24.939 + 35 = 24.974
Long-Zonen (unter dem Schlusskurs
- 1. Long-Zone:
24.772 − 75 = 24.697 - 2. Long-Zone:
24.697 − 50 = 24.647 - Stop-Loss Long:
24.647 − 35 = 24.612



Handel German 40 / DAX – Wide Range Bars (WRB)
Am Freitag und heute haben wir zwei wichtige Kursbewegungen kennengelernt, die wir aufschreiben und verinnerlichen sollen. Im Fokus stehen dabei die Eröffnungskurse der wichtigsten Märkte, nämlich der DAX um 09:00 Uhr und der DOW Jones um 15:30 Uhr. Diese Zeitpunkte sind besonders relevant, da es zur Markteröffnung häufig zu starken Impulsbewegungen kommt.
Wir haben beobachtet, dass der Kurs zur Eröffnung mit einer Wide Range Bar (WRB) mit hohem Momentum startet. Diese Bewegung ist Long ausgerichtet und läuft direkt in eine Aktionszone hinein.
Der zentrale Lernpunkt daraus ist folgender: Wenn zur Eröffnung eine Wide Range Bar mit hohem Momentum entsteht und der Kurs bereits eine Aktionszone erreicht, sollten wir davon absehen, sofort eine Position zu eröffnen. Der Grund dafür ist, dass der Kurs zunächst weiter bis zur zweiten Zone laufen kann.
Statt impulsiv zu handeln, ist es wichtig, strukturiert vorzugehen und Geduld zu bewahren. Wir warten ab, bis sich die 15-Minuten-Kerze vollständig ausgebildet hat. Erst danach bewerten wir die Reaktion des Marktes an der Aktionszone mit der nötigen Übersicht. Auf dieser Grundlage kann anschließend regelbasiert eine Position eröffnet werden.
Der Merksatz dazu lautet: Eine WRB mit hohem Momentum in eine Aktionszone zur Eröffnung handelt man nicht sofort, sondern wartet zunächst den Abschluss der 15-Minuten-Kerze ab und entscheidet erst dann regelbasiert.
Allgemeine Lehrschlussfolgerung für Beginner
Für Einsteiger empfiehlt es sich, den Handelsansatz von Beginn an klar strukturiert und reduziert umzusetzen.
Im Morgenhandel sollte der Fokus zunächst ausschließlich auf den zweiten Zonen liegen. Diese stellen erfahrungsgemäß die statistisch stabilsten Einstiegsbereiche dar und bieten die größte Sicherheit in der Umsetzung. Hier geht es nicht um Trade-Häufigkeit, sondern um das saubere Erlernen von Zonenlogik, Geduld und regelkonformer Positionsführung.
Gerade für die Teilnehmer zeigt sich immer wieder, dass die Phase bevor die zweiten Zonen erreicht werden, die hektischste ist – geprägt von zahlreichen Beiträgen, Fragen und Unsicherheiten. Diese Marktphase verleitet häufig zu vorschnellen Entscheidungen. Umso wichtiger ist es, in dieser Zeit bewusst abzuwarten und sich nicht zu voreiligen Einstiegen hinreißen zu lassen.
Besondere Beachtung verdienen im Morgenhandel zudem die Zonenanpassungen, die häufig bereits früh nach 09:00 Uhr erforderlich werden. Gerade sie kennzeichnen die zugrunde liegende Kursstruktur besonders treffend und besitzen erfahrungsgemäß eine hohe Zuverlässigkeit für den weiteren Handelserfolg.
Der Nachmittag kann – sofern es die persönliche Zeit erlaubt – bereits von Anfang an in den Handelsprozess einbezogen werden. Unter Einbeziehung der US-Marktführung ergeben sich hier die bekannten Setups, die strukturiert und regelbasiert umgesetzt werden können.
Dieses Vorgehen schafft eine klare Lernstruktur:
- morgens Konzentration auf die zweiten Zonen
- nachmittags Umsetzung der etablierten Setups
- schrittweiser Aufbau von Sicherheit und Regelvertrauen
Ziel ist es nicht, möglichst viele Trades zu platzieren, sondern das Regelwerk zunächst in den sichersten Marktbereichen zu verinnerlichen und darauf aufbauend den Handlungsrahmen zu erweitern.

Handelstag 10.02.2026 – German 40 / DAX
Der Schlusskurs gestern (9.02.2026) um 22:00 Uhr lag bei 25.026 Punkten.
Der Eröffnungskurs heute am 10.02.2026 um 8:00 Uhr notiert bei 24.986 Punkten.
Gap: 24.986 − 25.026 = −40 Punkte (Down-Gap)
Der VDAX-NEW notiert bei 18.
Der Handel erfolgt im regelbasierten Zonenmodus.
Short-Zonen (über dem Schlusskurs)
- 1. Short-Zone:
25.026 + 75 = 25.101 - 2. Short-Zone:
25.101 + 50 = 25.151 - Stop-Loss Short:
25.151 + 35 = 25.186
Long-Zonen (unter dem Eröffnungskurs)
- 1. Long-Zone:
24.986 − 75 = 24.911 - 2. Long-Zone:
24.911 − 50 = 24.861 - Stop-Loss Long:
24.861 − 35 = 24.826
Der Handel erfolgt regelkonform über die definierten Zonen auf beiden Seiten.

Übung macht den Meister
Schulungsunterlage – Chartpraxis & Augenschulung
1. Einleitung
Wer gelegentlich etwas mehr Zeit hat, dem empfehle ich, folgende Übungen direkt im Chart zu praktizieren – idealerweise ausgehend von einem markanten Tief oder Hoch. Voraussetzung ist ein Umkehr-Chart ohne bzw. mit nur sehr geringem Docht.
Siehe dazu meinen Chart.
Wer diese Übungen regelmäßig wiederholt, entwickelt Geduld, schult sein Auge und wird langfristig Erfolg erleben.
2. Ziel der Übung
- Schulung der Geduld
- Training der visuellen Wahrnehmung
- Erkennen von Marktstrukturen
- Identifikation von Umkehrpunkten
- Aufbau von Entscheidungssicherheit
3. Voraussetzungen
Für eine effektive Durchführung:
- Umkehr-Chart verwenden
- Kerzen ohne oder mit nur geringem Docht
- Markantes Tief oder Hoch als Ausgangspunkt
- Klare, ruhige Chartstruktur
- Fokus ohne Trading-Ablenkung
4. Durchführung der Übung
- Markantes Tief oder Hoch festlegen
- Chart ab diesem Punkt neu analysieren
- Kerzenentwicklung Schritt für Schritt verfolgen
- Strukturbewegungen beobachten
- Mögliche Umkehrsignale markieren
- Geduldig Bestätigungen abwarten
- Bewegungsqualität vergleichen
5. Checkliste
Vor der Übung
☐ Chart geöffnet
☐ Umkehr-Chart eingestellt
☐ Dochte gering / sauberer Verlauf
☐ Passende Zeiteinheit gewählt
☐ Markantes Tief oder Hoch bestimmt
Während der Übung
☐ Kerzen einzeln betrachtet
☐ Marktstruktur analysiert
☐ Trendrichtung erkannt
☐ Korrekturen beobachtet
☐ Umkehrpunkte markiert
☐ Geduldig gewartet
☐ Keine vorschnellen Entscheidungen getroffen
Nach der Übung
☐ Analyse überprüft
☐ Erkenntnisse notiert
☐ Fehler reflektiert
☐ Chart gespeichert / Screenshot erstellt
☐ Nächste Übung geplant
6. Trainingseffekt
Bei regelmäßiger Wiederholung:
- wächst die Geduld
- verbessert sich das Auge
- steigt die Strukturklarheit
- erhöht sich die Handlungssicherheit
Leitsatz: Übung macht den Meister.
Möglicher Handel am Nachmittag

Gewinn von der zweiten Zone


Handelstag 11.02.2026 – German 40 / DAX
Der Schlusskurs am 10.02.2026 um 22:00 Uhr lag bei 24.989 Punkten.
Der Eröffnungskurs heute am 11.02.2026 um 8:00 Uhr notiert bei 25.028 Punkten.
Gap:
25.028 − 24.989 = +39 Punkte (Up-Gap)
Der VDAX-NEW notiert bei 18.
Der Handel erfolgt regelbasiert im klassischen Zonenmodus.
Short-Zonen (über dem Eröffnungskurs)
- 1. Short-Zone:
25.028 + 75 = 25.103 - 2. Short-Zone:
25.103 + 50 = 25.153 - Stop-Loss Short:
25.153 + 35 = 25.188
Long-Zonen (unter dem Schlusskurs)
- 1. Long-Zone:
24.989 − 75 = 24.914 - 2. Long-Zone:
24.914 − 50 = 24.864 - Stop-Loss Long:
24.864 − 35 = 24.829

Der Handel erfolgt regelkonform über die definierten Zonen auf beiden Seiten.
Position Long an der ersten Zone eröffnet.

Zusammenfassung Handelstag 11.02.2026 – German 40 / DAX
Nach einem regelbasierten Einstieg kommt es im Handelsalltag immer wieder vor, dass eine Position zunächst 20+ Punkte im Gewinn notiert und anschließend wieder in Richtung Einstieg zurückläuft.
Gerade für weniger erfahrene Teilnehmer wirkt diese Marktreaktion häufig irritierend oder wird vorschnell als Fehleinstieg interpretiert. Tatsächlich handelt es sich jedoch um ein vollkommen typisches Kursverhalten innerhalb einer laufenden Zonen- oder Setup-Struktur.
Zu genau dieser Situation enthält das Regelwerk einen klaren Handlungsleitfaden:
Umgang mit bereits erzielten Buchgewinnen
Befindet sich eine Position bereits mindestens 20 Punkte oder mehr im Gewinn, sollte sie nicht wieder in den Verlust zurücklaufen gelassen werden.
Kommt es zu einem deutlichen Nachlassen der Dynamik oder zu einer erkennbaren Gegenbewegung, kann die Position manuell geschlossen werden.
Eine anschließende Neueröffnung sollte nicht auf dem ursprünglichen Einstiegsniveau erfolgen, sondern strukturell besser positioniert sein.
Bevorzugt erfolgt eine erneute Positionseröffnung:
- für Short-Positionen oberhalb der jeweiligen Aktionszone,
- für Long-Positionen unterhalb der jeweiligen Aktionszone.
Dadurch wird sichergestellt, dass ein neuer Trade wieder ein sauberes Chance-Risiko-Verhältnis aufweist und nicht aus einer laufenden Korrektur heraus erzwungen wird.
Praxisbeispiel – heutiger Morgenhandel
Genau diese beschriebene Situation ergab sich heute Morgen nach dem regelbasierten Einstieg an der ersten Zone Long.
Die Position notierte zunächst im Gewinn, wurde jedoch im weiteren Verlauf glattgestellt, da die Marktdynamik deutlich nachließ und eine intensivere Gegenbewegung einsetzte.
Der Kurs korrigierte anschließend sehr heftig weiter, sodass eine neue Long-Position regelkonform erst an der zweiten Zone eröffnet wurde.
Damit wurde die zweite Zone zur ersten Zone, woraufhin eine Zonenanpassung vorgenommen wurde. Dabei wurden die Marken strukturgleich neu definiert:
- zweite Zone im Abstand von 50 Punkten,
- Stop-Loss weitere 35 Punkte darunter.
Von dieser nun angepassten Zonenstruktur konnten in der Folge zweimal Positionen eröffnet und jeweils mit Gewinn geschlossen werden.
Obwohl im Regelwerk pro Position in der Regel ein Gewinn von 30–40 Punkten angestrebt wird, kann es sinnvoll sein, nach einem realisierten Gewinn eine weitere Position mit Trailing-Stopp im Markt zu belassen.
Auf diese Weise besteht die Möglichkeit, von einer fortgesetzten Bewegung zu profitieren und einen höheren Zusatzgewinn zu erzielen, ohne das bereits erzielte Ergebnis zu gefährden.
Um 14:30 Uhr wurde in den USA der US-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht.
Obwohl die Daten insgesamt positiv ausfielen, reagierte der Dow Jones zunächst mit einer deutlichen Korrektur, die sich unmittelbar auch auf den German 40 / DAX übertrug.
Positive Arbeitsmarktdaten signalisieren eine robuste Wirtschaft, reduzieren jedoch gleichzeitig die Erwartung kurzfristiger Zinssenkungen durch die FED. Damit fällt ein wichtiger Unterstützungsfaktor für die Aktienmärkte weg.
Durch diese Korrektur konnte am Tagestief mit Setup 2 eine Long-Position eröffnet und mit Gewinn geschlossen werden.
Ein insgesamt hektischer Handelstag, der jedoch aufgrund des strukturierten Positionsmanagements innerhalb des Regelwerks dennoch positiv abgeschlossen werden konnte.


Handelstag 12.2.26
Zusammenfassung Handelstag 12.02.2026 – German 40 / DAX
Ein Handelstag wie eine Achterbahnfahrt – geprägt von starken Impulsbewegungen und ebenso dynamischen Gegenkorrekturen.
Handel am Morgen**
Der Eröffnungskurs um 08:00 Uhr lag 123 Punkte über dem Schlusskurs des Vortages – es entstand somit ein klares Up-Gap.
Unmittelbar nach der Eröffnung setzte sich die Aufwärtsbewegung weiter fort. Der Markt legte nochmals rund 250 Punkte zu.
An der ersten Short-Zone konnte regelbasiert eine Short-Position eröffnet und mit Gewinn geschlossen werden.
Eine zweite Short-Position entwickelte sich jedoch nicht wie erwartet und lief in den Verlust, sodass für den Morgenhandel insgesamt ein Verlust von 60 Punkten verbucht werden musste.
Handel am Nachmittag**
Am Nachmittag kam es zu einer deutlichen Korrekturbewegung von rund 410 Punkten.
Auslöser war eine fundamentale Nachricht aus den USA:
„Die US-Verkäufe bestehender Wohnimmobilien fielen auf den niedrigsten Stand seit über zwei Jahren.“
Diese Meldung belastete kurzfristig die Marktstimmung und führte zu einer entsprechenden Gegenbewegung sowohl im Dow Jones als auch im German 40 / DAX.
Um 15:30 Uhr konnte im Zuge der einsetzenden Dynamik eine Short-Position eröffnet werden, die die gesamte Korrekturbewegung begleitete – auch mit der Intention, den Verlust aus dem Morgenhandel auszugleichen.
Nach dem Auftreten der ersten Umkehrkerze wurde die Position schließlich mit einem hohen Gewinn von 300 Punkten geschlossen.
Im Anschluss stabilisierte sich der Markt etwas. In dieser Phase konnten mit Setup 3 (immer Long) noch zweimal Positionen eröffnet und jeweils 30 Punkte Gewinn erzielt werden.
Tagesbewertung**
Ein äußerst dynamischer Handelstag mit starken Richtungswechseln, der jedoch durch konsequente Setup-Umsetzung und strukturiertes Positionsmanagement insgesamt deutlich positiv abgeschlossen werden konnte.

Handelstag 13.02.2026 – German 40 / DAX
Der Schlusskurs am 12.02.2026 um 22:00 Uhr lag bei 24.892 Punkten.
Der Eröffnungskurs heute am 13.02.2026 um 8:00 Uhr notiert bei 24.845 Punkten.
Gap:
24.845 − 24.892 = −47 Punkte (Down-Gap)
Der VDAX-NEW notiert bei 20.
Die US-CFDs notieren leicht im Minus.
Zonenfestlegung**
Short-Zonen (über dem Schlusskurs)
- 1. Short-Zone:
24.892 + 100 = 24.992 - 2. Short-Zone:
24.992 + 50 = 25.042 - Stop-Loss Short:
25.042 + 35 = 25.077
Long-Zonen (unter dem Eröffnungskurs)
- 1. Long-Zone:
24.845 − 100 = 24.745 - 2. Long-Zone:
24.745 − 50 = 24.695 - Stop-Loss Long:
24.695 − 35 = 24.660
Der Handel erfolgt regelkonform über die definierten Zonen auf beiden Seiten.

Handel am Nachmittag Setup 1 Short


Entwicklung einer Handelsstrategie mit einem Marktvorteil und zweitens die Entwicklung der Fähigkeit, diese Strategie konsequent umzusetzen.
Autor: Georg Mindermann, Jahrgang 1939, wohnhaft in Spanien Hobby Trader und Golfer, kein Coach
