FDAX-Trading-Strategie – 26.05. - 30.05.2025

Kon­ti­nu­ier­li­che Erfas­sung der täg­lich mög­li­chen Punkteergebnisse

Als Refe­renz dient 1 CFD an den ers­ten und 2 CFDs an den zwei­ten Aktionszonen.

Die CFDs auf die welt­weit wich­tigs­ten Indi­zes wer­den auf den soge­nann­ten Cash-Index gepreist. Die Index-CFDs sind 24 Stun­den am Tag ver­füg­bar mit aktu­el­lem Kurs, Tages­hoch und -tief sowie die pro­zen­tua­le Ver­än­de­rung für jeden Index. Der "Basis­preis" ist der letz­te tat­säch­li­che Schluss­kurs jedes Index und die Ver­än­de­rung wird aus die­ser Basis berech­net. Der Erwer­ber eines CFDs (Con­tracts for Dif­fe­rence) ist nicht an einem Unter­neh­men betei­ligt, son­dern ledig­lich Inha­ber einer For­de­rung. Der Kurs von CFDs lei­tet sich von einem Basis­wert ab. Der Anle­ger wird aus­schließ­lich an der Kurs­ent­wick­lung des Basis­wer­tes betei­ligt. CFDs zäh­len zur Grup­pe der Derivate.

Ergeb­nis­se: Alle Ergeb­nis­se vom 01.08.2022 - 28.07.2023 kön­nen unter

über­prüft werden.

Das Ergeb­nis die­ser Han­dels­wo­che mit 1 CFD an den ers­ten Zonen und 2 CFDS an den zwei­ten Zonen beläuft sich auf 440 Punk­te Gewinn. Der enga­gier­te Trader strebt davon 50-70% an.

Sta­tis­tik der Set­ups ab dem 6. Janu­ar 2025 bis zum 30. Mai 2025

Han­del am MorgenGewinn-TradesVer­lust-Trades
Ers­te Zone Long431
Zwei­te Zone Long21
Ers­te Zone Short546
Zwei­te Zone Short11
Rever­sals15 
   
Han­del am NachmittagGewinn-TradesVer­lust-Trades
Set­up 1 Long3 
Set­up 1 Short7 
Set­up 2 Long15 
Set­up 2 Short11 
Set­up 3 Long12 
Set­up 4 Long12 
Set­up 4 Short422
   
Ver­lus­te  
Tages-Gesamt­ver­lust 
Teil­ver­lust 

Hin­weis: Zuwei­len wer­den bei einem Set­up nur 10 Punk­te Gewinn/Verlust erzielt. Die­se wer­den sta­tis­tisch nicht erfasst. Erst ab einem Ergeb­nis von 20 Punk­ten +/- wer­den die­se dokumentiert.

Die beschrie­be­ne FDAX-Tra­ding-Stra­te­gie ist dis­kre­tio­när und basiert auf der Anwen­dung ver­schie­de­ner Han­dels­set­ups, die sowohl mor­gens als auch nach­mit­tags genutzt wer­den. Mor­gens wer­den in der Regel 2-4 Set­ups und nach­mit­tags etwa 1-2 Set­ups gehan­delt. Die Anzahl der gehan­del­ten Set­ups vari­iert jedoch stark in Abhän­gig­keit von der VDAX-NEW-Vola­ti­li­tät und aktu­el­len Nach­rich­ten­er­eig­nis­sen. Auf­grund die­ser Varia­bi­li­tät ist eine exak­te Vor­her­sa­ge der Anzahl der Set­ups und ihrer Ergeb­nis­se nicht möglich.

Um die vol­le Per­for­mance der Stra­te­gie zu erzie­len, ist es not­wen­dig, alle Set­ups kon­se­quent zu han­deln und wäh­rend der Han­dels­zei­ten kon­ti­nu­ier­lich prä­sent zu sein. Dies stellt eine gro­ße Her­aus­for­de­rung für vie­le Trader dar, ins­be­son­de­re weil sie dazu nei­gen, impul­siv außer­halb der fest­ge­leg­ten Set­ups zu han­deln. Sol­che impul­si­ven Ent­schei­dun­gen kön­nen das Ergeb­nis der Stra­te­gie ver­wäs­sern und sogar zu Ver­lus­ten führen.

Vor­schlä­ge zur Ver­bes­se­rung und Umset­zung der Strategie:

  1. Strik­te Dis­zi­plin und Regel­be­fol­gung: Eine der größ­ten Her­aus­for­de­run­gen bei die­ser Stra­te­gie ist die Ein­hal­tung der vor­ge­ge­be­nen Set­ups. Da der Han­del dis­kre­tio­när erfolgt, ist es essen­zi­ell, dass Trader ihre Ent­schei­dun­gen strikt an den defi­nier­ten Han­dels­re­geln aus­rich­ten. Es ist hilf­reich, vor jedem Trade zu über­prü­fen, ob die aktu­el­len Markt­be­din­gun­gen den Kri­te­ri­en des jewei­li­gen Set­ups entsprechen.
  2. Fokus und Geduld: Da die Stra­te­gie dis­kre­tio­när ist und die Anzahl der Set­ups vari­ie­ren kann, ist es wich­tig, gedul­dig zu blei­ben und nicht aus Lan­ge­wei­le oder dem Gefühl her­aus zu han­deln, „etwas tun zu müs­sen“. Trader soll­ten sich dar­auf kon­zen­trie­ren, nur bei kla­ren Set­ups aktiv zu wer­den und Markt­rau­schen zu ignorieren.
  3. Men­ta­le Vor­be­rei­tung: Der dis­kre­tio­nä­re Han­del erfor­dert ein hohes Maß an men­ta­ler Stär­ke. Trader soll­ten sich men­tal dar­auf vor­be­rei­ten, dass nicht jeder Tag gleich ver­lau­fen wird und dass es Pha­sen gibt, in denen wenig oder nichts zu tun ist. Eine gute Mög­lich­keit, dies zu errei­chen, ist die täg­li­che Vor­be­rei­tung, bei der die Markt­si­tua­ti­on ana­ly­siert und die mög­li­chen Set­ups durch­ge­gan­gen werden.
  4. Risi­ko­ma­nage­ment: Ein strik­tes Risi­ko­ma­nage­ment ist uner­läss­lich. Dis­kre­tio­nä­re Trader müs­sen kla­re Stop-Loss-Limits set­zen und die­se kon­se­quent ein­hal­ten. Auch das Fest­le­gen eines Tages­li­mits für Ver­lus­te kann hel­fen, das Risi­ko zu kon­trol­lie­ren und zu ver­hin­dern, dass impul­si­ve Ent­schei­dun­gen zu erheb­li­chen Ver­lus­ten führen.
  5. Kon­ti­nu­ier­li­che Wei­ter­bil­dung: Da die Stra­te­gie auf der indi­vi­du­el­len Ent­schei­dungs­fin­dung basiert, ist es wich­tig, dass Trader kon­ti­nu­ier­lich an ihrer Markt­kennt­nis und ihren Han­dels­fä­hig­kei­ten arbei­ten. Dies schließt sowohl die tech­ni­sche Ana­ly­se als auch das Ver­ste­hen der Markt­psy­cho­lo­gie ein. Regel­mä­ßi­ge Refle­xi­on über die eige­nen Ent­schei­dun­gen und deren Ergeb­nis­se kann eben­falls dazu bei­tra­gen, zukünf­ti­ge Feh­ler zu vermeiden.

Fazit: Die dis­kre­tio­nä­re FDAX-Tra­ding-Stra­te­gie erfor­dert Dis­zi­plin, Geduld und ein star­kes men­ta­les Fun­da­ment. Trader soll­ten sich dar­auf kon­zen­trie­ren, nur die fest­ge­leg­ten Set­ups zu han­deln, um die vol­le Per­for­mance zu erzie­len. Durch strik­tes Risi­ko­ma­nage­ment und kon­ti­nu­ier­li­che Wei­ter­bil­dung kön­nen sie das Risi­ko von impul­si­ven Fehl­ent­schei­dun­gen mini­mie­ren und ihre Erfolgs­quo­te lang­fris­tig verbessern.

Geduld ist defi­ni­tiv eine der wich­tigs­ten Tugen­den beim Day­tra­ding, ins­be­son­de­re beim DAX (Deut­scher Akti­en­in­dex). Day­tra­ding erfor­dert schnel­le Ent­schei­dun­gen, aber das bedeu­tet nicht, dass man über­stürzt han­deln soll­te. Geduld ist uner­läss­lich, um auf den rich­ti­gen Moment für den Ein­stieg oder Aus­stieg zu war­ten und nicht von kurz­fris­ti­gen Markt­be­we­gun­gen oder Emo­tio­nen beein­flusst zu werden.

Hier sind eini­ge Grün­de, war­um Geduld beim DAX-Tra­ding wich­tig ist:

  1. Ver­mei­dung von Über­tra­ding: Geduld ver­hin­dert über­mä­ßi­ges Han­deln, das oft zu Ver­lus­ten füh­ren kann.
  2. Markt­ana­ly­se: Geduld gibt Zeit, den Markt gründ­lich zu ana­ly­sie­ren und auf pro­fi­ta­ble Mus­ter oder Signa­le zu warten.
  3. Emo­tio­na­le Kon­trol­le: Unge­duld führt oft zu impul­si­ven Ent­schei­dun­gen, die auf Angst oder Gier basie­ren. Geduld hilft, ruhig und ratio­nal zu bleiben.
  4. Set­zen von rea­lis­ti­schen Zie­len: Erfolg­rei­ches Day­tra­ding erfor­dert rea­lis­ti­sche Erwar­tun­gen, und Geduld hilft dabei, die­se bei­zu­be­hal­ten und nicht zu früh Gewin­ne zu rea­li­sie­ren oder Ver­lus­te hinzunehmen.

Geduld ist also nicht nur eine Tugend im all­ge­mei­nen Leben, son­dern auch ein ent­schei­den­der Fak­tor für den Erfolg im Daytrading.

Han­dels­tag 26.5.25

Mons­ter-Gap über 300 Punk­te und Fei­er­tag in den USA

Kein Han­del heute.

Han­dels­tag 27.5.25

Han­del der Zonen

Short ris­kant bei Vor­ga­be der US-Futures

Zonen­an­pas­sung

Markt­er­öff­nung und Ausgangslage

Gehan­delt wur­de der CFD auf den Ger­man 40 (DAX).

Beginn des Tages­han­dels war um 08:00 Uhr – also vor der offi­zi­el­len XETRA-Eröff­nung des DAX, die wie üblich erst um 09:00 Uhr erfolgt.

Am Vor­tag war in den USA Fei­er­tag (Memo­ri­al Day) – die Bör­sen dort blie­ben geschlossen.

Am heu­ti­gen Mor­gen notier­ten jedoch alle drei gro­ßen US-Indi­zes (Dow Jones, Nasdaq 100, S&P 500) über 1 % im Plus – als Fort­set­zung der Ent­wick­lung vom Freitag.

Die­se posi­ti­ve US-Vor­ga­be wur­de im CFD-Han­del am Mor­gen jedoch nicht aus­rei­chend berück­sich­tigt, was Ein­fluss auf die Han­dels­si­gna­le hatte.

Han­dels­ver­lauf laut Regelwerk

Pha­se – Ein­stieg in ers­te Short-Position

  • Der Kurs durch­brach zunächst die ers­te Long-Zone.
  • Nach einer Rück­kehr­ker­ze im 15-Minu­ten-Chart wur­de an der zwei­ten Zone regel­ba­siert eine Short-Posi­ti­on eröffnet.
  • Die­se Zone wur­de ab dann als neue ers­te Zone gewer­tet, und es erfolg­te eine Zonen­an­pas­sung nach oben.

Pha­se – Erwei­te­rung der Short-Position

  • Der Kurs stieg zur nun neu­en zwei­ten Zone.
  • Dort wur­de gemäß Regel­werk eine wei­te­re Short-Posi­ti­on mit dop­pel­ter Stück­zahl eröffnet.
  • Die­se zwei­te Posi­ti­on lief in den Gewinn und wur­de glattgestellt.

Pha­se – Kein neu­er Ein­stieg bei erneu­tem Rücklauf

Der Kurs kehr­te noch­mals zur zwei­ten Zone zurück.

Regel­werk: Wur­den an der ers­ten und zwei­ten Zone Posi­tio­nen eröff­net, aber nur die zwei­te Posi­ti­on mit Gewinn geschlos­sen, wird bei Rück­lauf zur zwei­ten Zone kei­ne neue Posi­ti­on eröffnet.

Aus­nah­me: Nur bei einem VDAX-NEW ≤ 15.

Das war nicht der Fall.

Pha­se – Stopp Loss

Die noch offe­ne ers­te Short-Posi­ti­on lief in den Stopp Loss und wur­de glattgestellt.

Tages­fa­zit:

Mor­gens: Ins­ge­samt aus­ge­gli­che­ner Handelsverlauf

→ Gewinn aus der zwei­ten Position,

→ Ver­lust durch die ers­te Position.

Nach­mit­tags: Kein wei­te­rer Han­del, da die US-Majors alle deut­lich im Gewinn notier­ten und kein regel­kon­for­mer Ein­stieg mehr gege­ben war.

Han­dels­tag 28.5.25

Han­del der Zonen

Han­del am Nachmittag

Set­up 2 Long

Erfolg­rei­cher Handelstag

Han­dels­tag 29.5.25

Ein US-Bun­des­ge­richt kas­siert alle Zöl­le, die Trump am "Befrei­ungs­tag" Anfang April erlas­sen hat. Der Prä­si­dent habe sei­ne Befug­nis über­schrit­ten, heißt es in dem Beschluss. Nur der Kon­gress habe das Recht, in den Han­del ein­zu­grei­fen. Das Wei­ße Haus legt Beru­fung ein.

Des­halb stie­gen die Futures über Nacht. Der Markt bescher­te zur Eröff­nung ein Doppel-Gap.

Dop­pel-Gap

Defi­ni­ti­on: Ein Dop­pel-Gap liegt vor, wenn:

  1. Der DAX CFD Ger­man 40 um 22:00 Uhr min­des­tens 20 Punk­te über/unter dem Schluss­kurs des Xetra-DAX um 18:00 Uhr notiert.
  2. Am Fol­ge­tag ein wei­te­res Gap in die glei­che Rich­tung auf­tritt, z. B. zusätz­li­che 100 Punkte.
  3. Die Gesamt­lü­cke min­des­tens 120 Punk­te beträgt.

Trade Manage­ment

Klas­si­fi­zie­rung:

  • Up-Gap: Eröff­nungs­kurs über Schluss­kurs des Vortages.
  • Down-Gap: Eröff­nungs­kurs unter Schluss­kurs des Vortages.

Markt­dy­na­mik:

Dop­pel-Gaps können:

  • Die Lücke schlie­ßen, oder
  • Die Trend­rich­tung fortsetzen.

Wahr­schein­lich­keit einer Fortsetzung:

Wenn der Schluss­kurs um 22:00 Uhr nahe dem Tages­hoch/-tief liegt und der Markt über Nacht in die­sel­be Rich­tung gehan­delt wird.

Gap-Schlie­ßung:

Bei einer Über­trei­bung von mehr als 150 Punk­ten, ohne kurs­re­le­van­te Nachrichten.

Han­dels­stra­te­gie

Han­dels­be­ginn: Han­del beginnt ab 9:00 Uhr (XETRA-DAX-Eröff­nung).

Ein­stieg: Chart­tech­ni­sche Bestä­ti­gung erforderlich:

  • Bul­lish: Ein­stieg Long unter dem Eröff­nungs­kurs oder bei einem Aus­bruch über das Hoch zwi­schen 8:00–9:00 Uhr.
  • Bea­rish: Ein­stieg Short über dem Eröff­nungs­kurs oder bei einem Aus­bruch unter das Tief zwi­schen 8:00–9:00 Uhr.

Posi­tio­nen:

  1. Teil­ge­win­ne: Ab 30 Punk­ten realisieren.
  2. Refill: Rück­käu­fe bei Rückläufen.
  3. Ver­dopp­lung: Posi­ti­on ver­dop­peln, wenn die zwei­te Zone erreicht wird.

Stopp-Loss:

35 Punk­te unter/über der zwei­ten Zone.

Han­dels­tag 30.5.25

Es gibt ledig­lich zwei Schlüs­sel zum Erfolg im Han­del: Ers­tens die Ent­wick­lung einer Han­dels­stra­te­gie mit einem Markt­vor­teil und zwei­tens die Ent­wick­lung der Fähig­keit, die­se Stra­te­gie kon­se­quent umzusetzen.

Autor: Georg Min­der­mann, Jahr­gang 1939, wohn­haft in Spa­ni­en Hob­by Trader und Gol­fer, kein Coach


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